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Tag der TelefonSeelsorge 2007

TelefonSeelsorge
Cottbus

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Lausitzer Rundschau vom 03.09.2007


Patchworkfamilien unter der Lupe

Fachtagung der Telefonseelsorge Berlin-Brandenburg in Cottbus

Cottbus. Während im Flur des Stadthauses am Altmarkt Blumenstreukinder ihr liebevolles Werk für ein frisch getrautes Paar tun, verweist ein am Treppengeländer angebrachtes Schild auf die Fachtagung derTelefonseelsorge im Saal des gleichen Gebäudes.

Thema: Väter und Mütter, die in neuen Ehen noch einmal Kinder bekommen - in Fachkreisen als Patchworkfamilien bezeichnet.

Begeben sich die einen als frischgebackenes Ehepaar eben erst noch aufgemeinsame große Fahrt, so sind die anderen schon einmal gestrandet und haben bereits einen zweiten Startversuch in und mit anderen Familien gewagt. Diese standen - als eine Variante von Patchworkfamilien - im Mittelpunkt der Telefonseelsorge-Fachtagung am ersten September-Wochenende in Cottbus. Corinna Preuß, Leiterin der Telefonseelsorge Cottbus und Tagungsleiterin, erläutert die Struktur ihrer Einrichtung. In der Telefonseelsorge Berlin-Brandenburg sind 340 Mitarbeiter ehrenamtlich rund um die Uhr tätig. Auf Cottbus entfallen 54, sie unterteilen sich in 47 Frauen und sieben Männer. Gegenwärtig nutzen die Städte Cottbus und Frankfurt (Oder) eine Leitung gemeinsam. Ziel sei es, für jede Stadt extra 24-Stunden-Bereitschaft zu erreichen. Die Ausbildung zum Telefonseelsorger beginnt immer am Anfang des Jahres und dauert etwa zehn Monate. Darin eingeschlossen sind thematische Fortbildungen und Fachtagungen wie jene in Cottbus.

Hilfe zur Selbsthilfe - so beschreibt eine anonym bleibende Telefonseelsorgerin aus Cottbus ihre Einstellung zum Ratsuchenden am anderen Ende der Leitung. Ihr seien die Hintergrundinformationen über Patchworkfamilien hilfreich, wenngleich die Problemlagen lediglich andersartig, aber nicht schwieriger wären.

Ein Gedanke, der auch die vier Fachvorträge des Vormittags durchzog, die sich dem Thema unter familientherapeutischen und -politischen Aspekten, unter dem Gesichtspunkt von Normen und Werten und aus soziologischer Sicht näherten. Nach- und Rückfragen ergaben sich vor allem zum Komplex sozialpolitischer Fragestellungen, die in der abschließenden Podiumsdiskussion von den Teilnehmern aufgegriffen und über den Rahmen des Tagungsthemas hinausgehend besprochen wurden. So fragte die Landtagsabgeordnete Dr. Martina Münch (SPD), was politisch für die Familie überhaupt getan werden könne und stellte als Antwort einige Themen wie Mindestlohn, Umgang mit Hartz IV, Ehegattensplitting oder auch den Kinderzuschlag zur Disposition. Sie warb aber um Verständnis dafür, dass gesetzliche Regelungen auf dem Wege der Anpassung an sich ändernde Lebenswirklichkeit erfolgten.

Erfahrungen aus der Telefonseelsorge sollten, so ein Vorschlag vom Podium aus,bei Wahrung der Anonymität, mit anderen Institutionen bei tangierenden Problemlagen ausgetauscht werden können.

Das bezog sich vor allem auf die Gefährdung von Kindern und Jugendlichen als einer Gruppe von Hilfe suchenden, deren Wohl und Wehe unausgesprochen im Mittelpunkt der Tagung stand. Sie wenden sich meist dann an die Mitarbeiter der Telefonseelsorge, wenn ihnen im Problemfall niemand glaubt und sie sich unverstanden und abgelehnt fühlen.
Es sei absehbar, so Corinna Preuß, dass die Anforderungen an die Telefonseelsorge weiter steigen werden. Interessenten für diese ehrenamtlicheTätigkeit würden mit offenen Armen empfangen.

Volkmar Weitze
[Lausitzer Rundschau vom 03.09.2007]

 

Service für Interessenten: Telefonseelsorge Cottbus
Postfach 101354
03013 Cottbus
Tel.: 0355/472831
telefonseelsorge@diakonie-niederlausitz.de

 

 


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