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TS Ostbrandenburg HEUTE

TelefonSeelsorge
Ostbrandenburg

Die TelefonSeelsorge Ostbrandenburg stellt sich vor

 

Träger ist die Kirchliche TelefonSeelsorge in Berlin und Brandenburg – gefördert durch das Land Brandenburg, dem Förderverein, dem Freundeskreis sowie Spenderinnen und Spendern.

 

Wir sind:

  • 2 hauptamtlich MitarbeiterInnen (in Teilzeit)
    mit Geschäftsführung/Leitung und Administration
  • 35 ehrenamtliche TelefonSeelsorgerInnen
  • davon 26 Frauen und 6 Männer

Wir leisten:

  • Seelsorge in Lebenskrisen
  • Begleitung im emotionalen Erleben
  • Erste Hilfe in seelsicher Not
  • Information im sozialen Bereich

und dies kostenfrei, anonym und verschwiegen

Wir bieten:

  • psychologische und soziale Kompetenz
  • Synergien aus unterschiedlichen Lebensbezügen und Berufen
  • kritisch hinterfragte Haltung
  • offene wertfreie Einstellung

Wir geben:

  • Zuwendung
  • Rückmeldung
  • Entlastung
  • Mut und Halt
  • ein Miteinander
  • viele Stunden unserer Lebenszeit

Wir zeigen:

  • bürgerschaftliches Engagement
  • aktive Teilnahme am Gemeinwesen
  • Interesse an komplexen Themen
  • Freude an der Vielfältigkeit  
  • ethische christliche Grundhaltung
  • Engagement in ökumenischer Gemeinschaft

 

Kuratorium

Träger

Erzbistum Berlin

Evang. Landeskirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Evang. Freikirchliche Gemeinden

Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V.

Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V.

VertreterIn der Ehrenamtlichen

Stellenleiter (ohne Stimmrecht)


Träger der TelefonSeelsorge
Berlin-Brandenburg
Evangelische Kirche
Erzbistum Berlin
Baptisten
 

 

 

 

„Ich bin da, um zuzuhören“


37 ehrenamtliche Telefonseelsorger in Frankfurt (Oder) unterstützen Menschen in Krisensituationen/ Nächtliche Gespräche sind länger und schwerer


Anonymität, Verschwiegenheit und Erreichbarkeit rund um die Uhr – das sind die wichtigsten Grundsätze der Telefonseelsorge in Deutschland und in vielen anderen Ländern. Bundesweit gibt es heute in 80 Städten 70.000 ehrenamtliche Mitarbeiter, die Menschen in Lebenskrisen telefonisch zur Seite stehen und in vielen Fällen erste Hilfe in seelischer Not leisten.

Geboren wurde die Idee der Telefonseelsorge in England in den 50er Jahren. Besorgt über die hohe Suizidrate im London, gab der anglikanische Pfarrer Chad Varah im Jahre 1953 eine Anzeige in der Londoner „Times“ auf, in der er seine Landsleute darum bat, ihn anzurufen, bevor sie sich das Leben nehmen wollten. Schon bald konnte er die große Anzahl der Anrufe, die ihn erreichten, nicht mehr alleine bewältigen. Er wählte zu seiner Unterstützung Frauen und Männer aus und gründete eine Organisation mit dem Namen "The Samaritans". „Heute ist das vorherrschende Thema nicht mehr Suizid, sondern die Einsamkeit der Menschen“, weiß Klaus Lehmann (Name von der Redaktion geändert), ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der Frankfurter Telefonseelsorge. Der pensionierte Lehrer ist einer von 37 Ehrenamtlern, der Menschen in Krisensituationen telefonisch unterstützt. Neben der Einsamkeit sind physische sowie psychische Krankheiten das Hauptmotiv für die Betroffenen, die kostenlose Nummer der Telefonseelsorge, die 24 Stunden, sieben Tagen die Woche erreichbar ist, zu wählen. „Ich bin in erster Linie da, um zuzuhören“, berichtet Klaus Lehmann. „Es ist wichtig zu wissen, dass wir kein Beratungstelefon sind. Wir können den Betroffenen nur unsere Gedanken mitteilen.“


Durch eine Anzeige in der Zeitung ist der 64-Jährige vor zwei Jahren auf das Ehrenamt aufmerksam geworden. Und da er wieder tätig werden und gleichzeitig Menschen helfen wollte, absolvierte er 2009 eine einjährige kostenfreie Ausbildung zum Telefonseelsorger, die vom Diakonischen Werk Niederlausitz getragen wird. „Die Ausbildung ist sehr belastend, weil man viel über sich selber lernt“, erzählt Klaus Lehmann. Einige halten das nicht durch und brechen die Ausbildung vorzeitig wieder ab. Seit Anfang dieses Jahres sitzt er etwa zwölf Stunden im Monat am Telefon in einem Frankfurter Büro, um Menschen mit Problemen jedweder Art ein offenes Ohr und wärmende Worte zu spenden. Am Anfang hatte Klaus Lehmann oft nachts gearbeitet, meistens waren es dreistündige Schichten. Seit kurzem überlässt er die nächtlichen Schichten lieber den jüngeren Kollegen, da ihm der gestörte Schlafrhythmus zu schaffen machte. „Nachts ist es wesentlich belastender, weil die Gespräche eher schwieriger und länger werden. Aber die dunkle Tageszeit hat auch eine angenehme Seite: es ist ruhiger.“ Die größten Probleme hatte er anfangs, wenn Kinder anriefen und sich einen Scherz aus der Krisenhotline machten. „Seit einiger Zeit reagiere ich auf solche Anrufe aber gelassener“, erklärt der Rentner. Auch Menschen, die ein Verbrechen planen oder bereits begangen haben, rufen gelegentlich bei der Telefonseelsorge an. „Aber diese schweren Fälle kommen recht selten vor,“ erklärt der Frankfurter. Es komme ihm bei den Anrufern nicht darauf an, sie in Opfer- oder Tätergruppen zu unterteilen. Für ihn gibt es nur Betroffene, die eben Hilfe suchen. „Nicht der Lehrer, der von der Kanzel predigt und Ratschläge erteilt, ist ein guter Lehrer“, eine Lebensweisheit, die der pensionierte Pädagoge aus seiner eigenen beruflichen Laufbahn mitgenommen hat.


„Mir ist es wichtig, mich gefühlsmäßig mit den Betroffenen auf eine Ebene zu bringen, ohne aber meine Rettungsleiter aus den Augen zu verlieren.“ Mit der Zeit lerne man als ehrenamtlicher Mitarbeiter auch, sich selbst zu schützen, Probleme nicht zu sehr an sich ran zu lassen, so Klaus Lehmann. Dennoch gibt es immer wieder Fälle, die den lebenserfahrenen Mitarbeiter und seine Kollegen bewegen. Um diese besser zu verarbeiten, gibt es ein Mal im Monat eine Supervision, ein entlastendes Gruppengespräch zwischen den Mitarbeitern und einem externen Supervisor.


Was aber treibt Klaus Lehmann an, sich stundenlang unentgeltlich mit Problemen fremder Leute zu befassen? „Für mich ist es ein sehr erfüllendes Gefühl, einem wildfremden Menschen sehr nahe zu sein. Das kommt selten vor, aber es passiert“, erklärt Klaus Lehmann, „zum Beispiel wenn man Gedanken vorweg nimmt, die der Betroffene auch denkt. Das ist im Prinzip unser Lohn.“

Tina Zimmermann ist freie Redakteurin der Märkischen Oderzeitung (MOZ). Der Artikel erschien am 20.08.2010 in der MOZ.

 

(Artikel in der Märkischen Oderzeitung, September 2013, leicht gekürzt U. Falkenhagen)

 

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